Begegnungsräume: Bergmannstr. 46, 80339 München
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Ausstellung:
Die Brüder Georgios und Sokratis Prokopiou in Äthiopien
Zeugnisse der griechisch-äthiopischen Verbindungen aus dem Nachlass der Brüder Prokopiou
Ausstellung: 10.01.-06.03.2026
Café Philoxenos, Bergmannstraße 46
Eröffnungsvortrag: Freitag, 09.01.2026, 19 Uhr,
Die Urkunde des Künstlers Georgios Prokopiou für seine Dienste am äthiopischen Kaiserhof Meneliks II. auf Amharisch von 1905, abgedruckt mit griechischer Übersetzung in der Publikation seines Bruders Sokratis Prokopiou 1924.
Die Ausstellung zeigt Zeugnisse der griechischen Brüder Georgios und Sokratis Prokopiou aus ihrer Zeit in Äthiopien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Georgios Prokopiou (1876-1940) war akademischer Maler, sein Bruder Sokratis (1884-1957) Schriftsteller. Sie stammten aus Bournova/Bournabat, einem Vorort des damaligen Smyrna/Izmir in Kleinasien, seit der Antike ein Zentrum der griechischen Gemeinde. Durch eine zufällige Begegnung des Künstlers mit einem äthiopischen Kommandanten, dem Dejazmach Meshesha (um 1849-1917), wurde er als Maler an den äthiopischen Kaiserhof unter Menelik II. (1844-1913) eingeladen. Zusammen mit Sokratis reiste er 1903 nach Äthiopien, wo sie auf die große griechische Diaspora trafen, die sich seit dem 19. Jahrhundert dort angesiedelt hatte. Die beiden blieben zwei Jahre am Hof und hielten ihre Eindrücke künstlerisch, schriftlich und mit der Kamera fest. Sokratis reiste noch zwei weitere Male 1910 und 1915 nach Äthiopien. Nach dem Ende des griechisch-türkischen Krieges 1922 und dem Bevölkerungsaustausch ließen sich beide Brüder in Athen nieder. Sie einte ihre gemeinsame Geschichte mit dem ostafrikanischen Land, die sie während ihrer Karrieren für ihre individuellen Zwecke nutzten.
Aus diesen Verbindungen beider Brüder zu Äthiopien resultieren aus verschiedenen Zeiträumen unterschiedliche Materialien wie Publikationen, Zeitungsartikel, Skripte, Urkunden, Fotografien und Gemälde. Sie erzählen die individuellen Geschichten beider Brüder, übergeordnet bedeuten sie ein Stück Mikrogeschichte der griechischen Diaspora Äthiopiens. Die Fragmente illustrieren einerseits die Beziehung beider Kulturen, andererseits werden jedoch auch wenig bekannte griechische Ausprägungen einer imperialistischen Sicht auf Äthiopien, kultureller Filter und problematischer Weltbilder deutlich. Eine Auswahl von Reproduktionen des Quellenmaterials wird in der Ausstellung präsentiert und erklärt.
Den Auftakt zur Ausstellung bildet der Vortrag „Die Prokopioubrüder in Äthiopien“ der Kuratorin Michelle Hara Wittmann, am 09.01.2026 um 19 Uhr, in dem die Geschichte der Brüder Prokopiou vorgestellt und kritisch beleuchtet wird.
In Kooperation mit dem
Institut für Byzantinistik, Byzantinische Kunstgeschichte und Neogräzistik, Ludwig-Maximilians-Universität, Fakultät der Kulturwissenschaften, sowie mit dem
Äthiopischen Kulturverein in München und Umgebung e.V.
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